Das Ostermodul liegt nur ein paar Stunden zurück. Meine Kinder liegen friedlich im Bett, nachdem ich ihnen ihrer Fragen nach: „Mama, wie war es? Was musstest du dort alles tun?“ beantwortet habe. Jetzt nutze ich die Nähe zum Modul, um hier meine Eindrücke zu schildern.


Dies war nun mein drittes Modul, und jedes Mal wieder erlebe ich sie als eine innere Reise, wenn ich nach Hause zurückkomme und der Alltag und der Trubel mich wieder „einfangen“ wollen. In der Ilse-Eickhoff-Stiftung in Bremen Nord, wo die Module  stattfinden, habe ich das Gefühl, ich sei „außerhalb“ der Zeit. Schwebend in einer anderen Zeitsphäre. Getragen von den Mitseminaristen und den beiden Modulgestaltern. Dieses Ostermodul war für mich rund und intensiv. Bevor ich dort hinfuhr, dachte ich : „Oha, von Mittwoch bis Montag. Das ist aber lang.“ Und jetzt denke ich, dass es sich erst durch diese „lange“ Zeit richtig rund anfühlen konnte.
Wir waren bei diesem Ostermodul 10 Seminaristen und 2 Modulgestalter. Und diese 12 Menschen wurden während des Moduls eine Gruppe. Und es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie wir uns in kürzester Zeit zu einer Gruppe zusammenfügen. Eine Herausforderung war es diesmal für mich, mit der Übung „ Die vier Zungen und die vier Ohren einer Nachricht“ umzugehen. Innerlich merkte ich, wie mich es tief betroffen machte, dass eine für mich „klare“ Aussage auf so unterschiedliche Weise gehört werden kann. Und dies Missverständnisse zur Folge haben kann, die das friedliche Miteinander stark ins Schwanken bringen. Und auch die „inkongruenten“ Botschaften. Botschaften, die nicht das aussagen, was sie meinen. Z.B. „Schön, Dich zu sehen.“ Jemand sagt es, meint es aber nicht so. Dies fühlte sich für mich so verquer an, dass ich es kaum aushalten konnte.
Dafür wurde ich umso mehr überrascht, als ich eine „ Frage“ für mich in der „kollegialen Fallberatung“ lösen konnte. Das war ein Gefühl, als würde sich ein Knoten entknoten oder auflösen. Was für ein befreiendes Gefühl! Und das anfängliche „Brummen“ in der „sozialkünsterlischen Übung“. Welches sich dann zum „singenden“ a ausdehnte. Wie wir alle immer mutiger unseren Ton in die Mitte gestellt haben. Dissonanzen ausgehalten und sogar genossen haben! Und all diese Eindrücke konnte ich mit meiner Gruppe teilen. Ohne Vorbehalt. Weil ich ihnen vertraut habe. Und während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass dies wesentlich für mich war und ist. Das Vertrauen und die Offenheit der ich in diesem Ostermodul begegnet bin. Und dafür bin ich sehr dankbar!

Uliksa Weets

Zusätzliche Informationen